Baukostenobergrenze als Beschaffenheitsvereinbarung

Eine solche Vereinbarung wird heute häufig vom Architekten verlangt – Versicherungsschutz besteht hier nicht

Wenn der Architekt mit dem Bauherren eine Baukostenobergrenze vereinbart und diese als Beschaffenheitsvereinbarung in den Architektenvertrag aufgenommen wird, ist das eine werkvertragliche Hauptverpflichtung.

Der Architekt haftet unter Umständen auch verschuldensunabhängig wenn die vereinbarten Baukosten überschritten werden und obwohl der Bauherr ein entsprechend wertvolleres Bauwerk erhalten hat.

Für  Schadenersatzansprüche die sich auf diese Haftung aus Vertrag beziehen, besteht kein Versicherungsschutz.

Wird der Architekt dagegen in Anspruch auf Schadenersatz genommen, weil er einen Planungs- und / oder Bauleitungsfehler begangen hat aufgrund dessen es zu einer Baukostenerhöhung gekommen ist, besteht Versicherungsschutz. Dann ebenso für die Abwehr von Sowiesokosten,  das sind Kosten die dem Bauherren bei fehlerfreiem Vorgehen von vorneherein ohnehin entstanden wären.

zuletzt aktualisiert 12.01.2016